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    Nachricht vom 05.09.14 | modell-hobby-spiel

    Geocaching: Heiße Ideen für moderne Schatzsucher

    Interview mit Geocaching-Pionier Bryan Roth im Vorfeld der modell-hobby-spiel

    Klettertraining für Geocacher, spannende Mitmach-Routen, Autogrammrunden mit Markus Gründel, Autor der „Cacherbibel“, und weitere Prominenz aus den USA: Vom 3. bis 5. Oktober 2014 wartet die Geocaching-Area der modell-hobby-spiel in Leipzig mit vielen Highlights auf. Der Siegeszug von Geocaching, einer modernen Schatzsuche mithilfe von GPS-Daten, begann mit Freigabe der zielgenaueren zivilen GPS-Nutzung im Jahr 2000. Damals wurde auch Groundspeak Inc. gegründet. Das Unternehmen betreibt mit Geocaching.com die inzwischen weltweit bedeutendste Internetplattform für Geocacher. Im Interview berichtet Mitgründer und Vice President Bryan Roth (44), wie er zu diesem Hobby gekommen ist und welche Neuheiten er im Leipzig-Gepäck hat.

    Wie kamen Sie zum Geocaching und wie entstand die Idee zu Groundspeak?

    Roth: Ich bin ein Outdoor-Typ, liebe Zelten und Fahrradfahren. Zugleich bin ich ein Technikfreak – und Geocaching ist die perfekte Kombination. Vor 14 Jahren, als alles begann, war die Zahl der Geocacher sehr überschaubar. Gleichgesinnte trafen sich schnell. Einer der Pioniere, Jeremy Irish, gründete Geocaching.com, holte mich und Elias Alvord ins Boot. Wir alle fanden Geocaching einfach cool, gründeten in Seattle Groundspeak und arbeiteten die ersten Jahre wie die Besessenen unentgeltlich jede Nacht – denn tagsüber mussten wir unsere Brötchen anderswo verdienen. Das ist lang vorbei, inzwischen zählt unsere Firma fast 80 Mitarbeiter.

    Wie groß ist die Geocacher-Community?

    Roth: Allein auf unserer Plattform Geocaching.com wurden bislang mehr als zehn Millionen Konten eingerichtet – hinter so manchem Account stehen ganze Familien. Dass wir Millionen Menschen in Bewegung setzen, davon hätte ich in unseren Anfangsjahren nicht einmal geträumt. Aber dass dieses Hobby nicht nur bei mir Begeisterung auslöst, war mir von vornherein klar. Es ist für alle Altersgruppen geeignet. Kürzlich erlebte ich beispielweise einen anstrengenden, vierstündigen Geocaching-Ausflug im bergigen Eastern Washington, wo fast wüstenhafte Verhältnisse herrschen. Mit von der Partie waren meine Schwiegereltern – beide Rentner – meine Frau und unsere Kinder, acht und 20 Jahre alt. Alle fanden es toll.

    Sie sind immer noch jede Woche "draußen" auf Schatzsuche – gab es einen ganz besonderen Fund?

    Roth: Den größten Schatz hab ich mit nach Hause genommen – denn bei einem Geocaching-Event im November 2001 lernte ich meine jetzige Ehefrau kennen. Das war mein persönliches Highlight! Meine größte Herausforderung wiederum war eine Tour in Finnland. Einheimische Geocacher führten uns mitten in den Wald, plötzlich mussten wir mit Overalls und Kopflampen ausgerüstet in Felshöhlen kriechen. Um zum Cache (Versteck) zu gelangen, ging es durch ein enges, langes Loch. Man konnte die eigenen Füße nicht mehr sehen. Mich hat dies ungeheure Überwindung gekostet, denn ich leide an Klaustrophobie. Mir wird heute noch schlecht, wenn ich daran denke – dennoch bin ich sehr stolz, es geschafft zu haben.

    Groundspeak wird vom 3. bis 5. Oktober zur modell-hobby-spiel kommen. Auf welche Neuheiten dürfen sich die Fans freuen?

    Roth: Wir werden in Leipzig unser neues LAB Cache-Programm präsentieren (https://labs.geocaching.com). Dies ist eine besondere Form von Geocaching-Spielen: Auf einem vorgegebenen Weg sind mehrere Caches nacheinander aufzuspüren. Alle zusammen erzählen eine Geschichte – und bei jedem Versteck erfährt der Geocacher einen Teil dieser Story. In den USA kooperieren wir dafür neuerdings mit dem Fernsehsender „Cartoon Network“ und dessen Sendung „Adventure Time“. So wurde speziell für Kinder ein interaktives, multimediales Trickfilm-Abenteurer entwickelt, bei dem die Kids ihrem Helden per Smartphone-App bei der Lösung eines Rätsels helfen. Bei jedem Cache müssen sie eine Frage beantworten. Das Lösungswort tippen sie in ihr Smartphone – und sehen als Belohnung das nächste Stück des Films. Außerdem arbeiten wir mit Bildungsforschern und Lehren zusammen, um pädagogische Inhalte vor allem in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik unterhaltsam in solche Touren zu integrieren.

    Haben Sie in Leipzig ein solches LAB-Cache-Spiel im Gepäck?

    Roth: Lassen Sie sich überraschen! Wir sind gerade dabei, mit Leipziger Partnern ein Geocaching-Abenteuer mit Bildern und Videos für die modell-hobby-spiel auf die Beine zu stellen. Überdies ist es vielleicht demnächst möglich, die Sehenswürdigkeiten der Stadt bei einer Geocaching-Tour zu entdecken.

    Können Ihre Fans Sie auch persönlich am Messestand treffen?

    Roth: Ich werde die ganze Zeit vor Ort sein und freue mich schon sehr darauf, möglichst viele Geocacher kennenzulernen. Zudem hoffe ich, zahlreichen Neulingen dieses wunderbare Hobby näherzubringen. Am 3. Oktober ist ab 19.00 Uhr ein lockeres Geocaching-Treffen in einem Restaurant in Messenähe geplant (Näheres unter www.geocaching.com/geocache/GC5BPFN_meet-bryan-annika-from-groundspeak-hq). Und natürlich nutze ich die Reise für einige Geocaching-Abenteuer in Leipzig. Ich bin gespannt auf die Stadt und den Erfahrungsaustausch mit deutschen Geocachern!

    Welche Unterschiede gibt es zwischen Geocachern in Deutschland und den USA?

    Roth: Während in den USA Smartphone-Geocaching im Anmarsch ist, bevorzugen die meisten europäischen Geocacher immer noch GPS-Geräte. Für manche deutsche Geocacher scheint die GPS-Schatzsuche eine Art Extremsport zu sein – sie setzen viel Ehrgeiz daran, schwierige Verstecke anzulegen, hoch in Baumkronen oder an schwer zugänglichen Stellen. Aber insgesamt haben deutsche und US-amerikanische Geocacher viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede – sie wollen einfach ein schönes Hobby draußen an der Luft genießen und dabei neue Gegenden erkunden und neue Leute treffen.

    Geschickter zum Schatz

    Weil die Wege zum Schatz manchmal beschwerlich sind, trainieren Geocacher bei den Profis von Husky Outdoor und SKYLOTEC den perfekten Aufstieg zum Versteck (Cache) im Baum. In der T5-Area der modell-hobby-spiel weisen die Könner Interessierte in die richtige Seiltechnik ein, mit der man nach oben und danach sicher wieder zum Boden kommt. T5 steht für den höchsten Schwierigkeitsgrad im Seilklettern. Neben Geocaching-Pionier Bryan Roth aus den USA hat sich Markus Gründel, Autor des deutschsprachigen Standardwerks, angekündigt: Ganztägig wird der Szeneguru seine "Cacherbibel" signieren. Außerdem gibt er Insidertipps und plant exklusive Schnuppertouren. Zudem sind unter anderem Produkte von United Navigation zu sehen und der "Taschenlampen-Papst" stellt die Potenziale von Hochleistungstaschenlampen, UV-Lampen und Minileuchten vor.

    Hintergrund Geocaching

    Geocaching ist überall möglich, wo ein GPS-Signal empfangen werden kann. Die geografischen Koordinaten der Caches genannten Verstecke werden online veröffentlicht. Im Versteck befindet sich im Allgemeinen ein wasserdichtes Behältnis mit Logbuch und kleinen Tauschgegenständen. Der Finder trägt sich im Logbuch ein und kann seinen Erfolg auf den entsprechenden Online-Plattformen dokumentieren – gern auch mit "Beweisfotos". Die Spielarten sind vielfältig – so gibt es beispielsweise Geocoins – eine Art Medaille, die von Cache zu Cache wandert und deren Route im Internet verfolgt werden kann. Geocacher wurden bereits an der Kremlmauer in Moskau und am Platz des Himmlischen Friedens in Peking gesichtet.

    modell-hobby-spiel: Vorverkaufsstart am 8. September

    Die modell-hobby-spiel findet vom 3. bis 5. Oktober 2014 statt und ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am 8. September startet der Vorverkauf im Online-Ticketshop und in den rund 800 Vorverkaufsstellen. Die Tageskarte im Vorverkauf kostet einheitlich 11,00 Euro. Zudem marschieren Vorab-Käufer auf einer eigens eingerichteten grünen Linie vorbei an den Warteschlangen.

    Tageskarten an der Tageskasse: am 3./4. Oktober 13,00 Euro; am 5. Oktober 12,00 Euro.

    Ermäßigt: 8,50 Euro; 5,00 Euro für Kinder von 7-12 (letztere nur an der Tageskasse).

    Dauerkarte: 19,00 Euro.

    Für Kinder unter sieben Jahren ist der Eintritt frei.

    Am Besuchstag berechtigen die Eintrittskarten im öffentlichen Nahverkehr zur einmaligen kostenfreien Hin- und Rückfahrt zum/ab Messegelände (gültig in den Tarifzonen 110, 151, 156, 162, 163, 168, 210, 225).


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecherin
    Frau Patricia Grünzweig
    Telefon: +49 341 678 65 44
    Fax: +49 341 678 16 65 44
    E-Mail: p.gruenzweig@leipziger-messe.de


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