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    Nachricht vom 26.09.13 | modell-hobby-spiel

    Yvonne Koenig: Eine Frau liebt die Geschwindigkeit

    Interview mit Yvonne Koenig, Powerboatrennfahrerin

    Sie ist jung, hübsch und unwahrscheinlich mutig. Yvonne Koenig, 26-jährige Dresdnerin ist Rennbootfahrerin und wurde bereits mit 18 Jahren Deutsche Meisterin in der Klasse S-550. Seitdem fährt sie bei internationalen Wettkämpfen mit und zeigt den männlichen Konkurrenten, dass auch Frauen die Geschwindigkeit nicht fürchten. In diesem Jahr besucht sie erstmals die modell-hobby-spiel und präsentiert ein vier Meter langes Rennboot. Es erreicht eine Geschwindigkeit von 200 km/h. Die blonde Powerfrau ist am Messedonnerstag sowie Sonntag auf der modell-hobby-spiel in Halle 5/C38. Sie begleitet Schiffsmodellbau-Aktionen, verschiedene Bootsrennen und gibt Autogramme. Und wer weiß, vielleicht gibt es ein Modellbootrennen zwischen Yvonne Koenig und der 16-jährigen Juniorweltmeisterin Deborah Steinle, die in der Klasse MONO 1 des internationalen Schiffsmodell-Dachverbandes Naviga alle Konkurrenten hinter sich ließ.

    Frau Koenig, Powerboatrennfahrerin als Beruf, das ist schon sehr ungewöhnlich. Wie kommt man dazu?

    Naja, mein Beruf ist es leider noch nicht, obwohl ich es mir schon so wünschen würde. Ich arbeite in einem Mercedes Autohaus und der Rennsport ist Hobby. Es ist meine große Leidenschaft und die wurde mir von meinem Vater und auch Großvater quasi in die Wiege gelegt. Die beiden haben mich mit dem Rennsportvirus angesteckt. Als ungewöhnlich würde ich es daher aus meiner Sicht nicht sehen, denn ich kenne den Sport seit meiner Kindheit und hatte mit 13 Jahren bereits mein erstes Rennen. Sicher ist dieser Sport nicht so populär wie er es in meinen Augen sein sollte, aber daran möchte ich unter anderem etwas ändern.

    Wie oft und was genau trainieren Sie?

    Zum Trainieren im Rennboot selbst komme ich nicht allzu oft, denn dazu gibt es in Deutschland nur wenige Möglichkeiten. Vor großen Rennen trainiere ich vor Ort, wie zuletzt eine Woche vor den 24-Stunden-Rennen von Rouen, bei denen ich für das Französische Team Neptune gestartet bin und mit dem ich in diesem Jahr Vizeweltmeisterin in der Langstrecken-WM der Powerboote geworden bin. Es gab dort zwei Testtage, was aus meiner Sicht ausreicht, um sich auf solch ein Rennen vorzubereiten. Im nächsten Jahr werde ich – so es denn sponsorenseitig funktioniert – die komplette Formel-2-Saison fahren. Dann wird die Test- und Trainingsfrage hier in Deutschland für mich schon interessanter. Ansonsten muss ich mich fit halten, das heißt ins Fitnessstudio gehen, um Kondition, Nacken und Armmuskulatur zu trainieren. Anders würde man die G-Kräfte in den Kurven nicht durchhalten, besonders bei den Langstrecken Rennen. Motorsport kann auch ganz schön an die Substanz gehen.

    Welche Fähigkeiten oder Begabungen braucht man, um diesen Sport auszuüben?

    Was soll ich sagen, im Prinzip muss man in erster Linie schon auch verrückt sein, denn wir fahren an die 200 km/h auf dem Wasser. Natürlich braucht man ein ganz spezielles Gefühl für sein Renngefährt. Anders als beim Automobilsport zum Beispiel ist die größte Gefahr bei uns, dass sich ein Boot überschlägt. Hier genau den Punkt zu treffen, an dem man richtig schnell, aber trotzdem noch sicher unterwegs ist – ich glaube, das ist eine Fähigkeit, die man braucht. Außerdem benötigt man jede Menge Ehrgeiz und Benzin im Blut, ohne das geht es im Motorsport nicht.

    Ist der Sport nicht eine reine Männerdomäne? Wie verhalten sich die Männer Ihnen gegenüber?

    Es ist witzigerweise nicht so eine Männerdomäne wie zum Beispiel der Auto- oder Motorradsport. Bei uns fahren auch in den großen Rennserien einige Frauen mit. Aber klar, zugetraut wird es uns Frauen nicht immer, diese Rennboote am Limit zu bewegen. Umso schöner ist es für mich – und das durfte ich mittlerweile auch erleben –, Titel zu gewinnen wie den US-Titel 2009 oder eben dieses Jahr den Vize WM-Titel und zu zeigen, Leute, wir Frauen brauchen uns ganz und gar nicht zu verstecken. Es ist eine Art Ansporn, nicht nur zu gewinnen, sondern auch noch die männliche Konkurrenz zu schlagen. Das geht nicht in vielen Sportarten.

    Was reizt und begeistert Sie am Rennbootfahren?

    Das ist ziemlich schnell beantwortet. Geschwindigkeit, Nervenkitzel und tolle Erlebnisse, die ich mit vielen Rennen verbinde. Natürlich auch, etwas tun zu können, was nicht jeder macht.

    Sie hatten bereits einen Unfall. Haben Sie keine Angst vor Zwischenfällen?

    Angst ist das falsche Wort. Ich hatte Unfälle, aber bis jetzt zum Glück nicht viele und keinen wirklich schweren. Es ist mehr Respekt vor dem, was man tut und, das man weiß, wo die eigenen Grenzen liegen. Hätte ich Angst, sollte ich nicht ins Cockpit steigen, denn dann könnte ich mich nicht mehr auf das Rennen konzentrieren.

    Was sind Ihre Zukunftspläne in Bezug auf den Sport und Beruf?

    Im Sport ist es ganz klar, ich möchte gern Formel 1 fahren und natürlich dort auch gewinnen. Aus keinem anderen Grund betreibt man einen Sport. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht, aber das ist zumindest mein Ziel. Beruflich könnte ich mir das Rennfahrerdasein ganz gut vorstellen, aber Profirennfahrer gibt es im Rennbootsport eigentlich keine. Dazu ist diese Sportart (leider) zu klein. Aber wer weiß, was sich in der Zukunft noch für Türen öffnen.

    In diesem Jahr sind Sie Gast auf der modell-hobby-spiel. Da gibt es jede Menge Modellrennboote. Sind Sie schon einmal Modellrennboot gefahren oder kennen Sie sich mit der kleineren Variante Ihres Sportes aus?

    Ja kenne ich und tatsächlich habe ich vor kurzem selbst ein Modellrennboot gesteuert. Das war auf der Hochzeit eines Rennfahrerkollegen. Dort gab es extra ein Becken und Elektromodelle und ich muss sagen, es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Wobei die kleinen Flitzer fast noch schwieriger zu kontrollieren sind als die Großen.

    Worauf freuen Sie sich bei Ihrem Besuch auf der modell-hobby-spiel besonders?

    Ich werde zum ersten Mal auf dieser Messe sein und weiß nicht wirklich, was mich erwartet. Von daher lasse ich mich überraschen. Aber es wird sicher kleine Rennboote geben, da bin ich schon gespannt drauf.

    Über die modell-hobby-spiel

    Die modell-hobby-spiel ist Deutschlands besucherstärkste Publikumsmesse für die Bereiche Modellbau, Modelleisenbahn, kreatives Gestalten, Handarbeiten und Spiel. Über 640 Aussteller und ein umfangreiches Rahmenprogramm ziehen jährlich rund 100.000 Besucher an. Zu den Highlights der Messe zählen Vorführungen, die größte Indoor-Flugfläche Deutschlands, ein großes Spieleareal, zahlreiche Kreativ-Ateliers und Deutschlands größte Airbrush-Ausstellung.


    Ansprechpartner für die Presse

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    Frau Julia Lücke
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